Über diesen Blog

Dieser Blog dient mir als Dokumentation meines Buch-Projektes, dessen Text ich in diesem Blog entwickle. Ich schreibe hier also den Buchtext und meine Gedanken zum Text und über dessen Ordnung. Das wird ein Buch über Schrift und Sprache. Die aktuellste Version beginnt hier:

Schrift-Sprache Prolog

Die erste Textfassung, der Entwurf ist bereits ein gutes Stück geschrieben. Jetzt beginne ich mit der ersten Überarbeitung. Im Blog lasse ich logischerweise alles stehen, weil ich ja den Prozess dokumentieren will.

Mittlerweile habe ich mir auch über meine Motivation ein paar Gedanken gemacht, die ich hier unter Theorietheorie entwickeln werde. In dieser Perspektive erscheint das Schrift-Sprache-Buch als exemplarischer Text für meine (je) eigene Theorie, die ich hier sozusagen als zweites Buch schreibe.

Theorietheorie

ich werde auch diesen Theorietext hier im Blog entwickeln und auf der Theorie-Seite eine Inhaltsübersicht anlegen.
last update neuste Fassung: 22. 7.2017


Neuste Fassung von Schrift-Sprache (Erste und zweite Fassungen siehe unten)

ich habe beim Überarbeiten die Textstruktur und damit den Anfang des Textes nochmals neu gemacht. Ich habe mich dabei nochmals gefragt, was Vorwort und Einleitung leisten oder dokumentieren sollen und zusätzlich einen (noch) kleinen Prolog eingeführt. Der Blog als solcher wird dadurch etwas chaotisch, aber Chaos glättet sich, wenn ich einfach nur die aktuelle Variante lese.

Hier anfangen: Prolog


last update neuste Fassung: 16.12.2016


Zweite Fassung (Erste Fassung siehe unten)

Diesen Blog habe ich anfangs 2015 als Experiment gestartet, in welchem es mir darum geht, einen Buchtext in Form von Blogbeiträgen zu schreiben. Jetzt habe ich eine Menge von Beiträgen, in welchen sich die generelle Idee des Buchtextes zeigt. Vorwort und Einleitung werden normalerweise am Schluss geschrieben. Ich habe aber vor einem Jahr mit Vorworten und einer Einleitung angefangen, in welchen es mir vielmehr um eine Orientierung und Kontextualisierung als um die Konvention von Vorwort und Einleitung gegangen ist.

In den damals geschriebenen Vorworten befasse ich mich mit meinen Motivationen und in der Einleitung eigentlich mit der Planung des Textaufbaues. Ich beginne nun, den Buchtext in einer einzigen Datei zusammenzustellen und zu überarbeiten. Dabei realisiere ich, dass ich Vorwort und Einleitung für das Buch ganz neu schreiben muss – eben im Nachhinein. Schreiben erscheint dabei vor allem auch als ein Weglassen.

Ich realisiere aber auch, dass ich mit meinem experimentellen Text quasi naturwüchsig meine eigenen Vorstellungen bezüglich Sachbuchtexten verletzt habe. Jetzt muss ich deshalb auch nochmals darüber nachdenken, woher ich meine Vorstellungen habe und wie adäquat sie eigentlich sind.

Ich habe beschlossen, das Experiment nochmals zu lancieren. Dabei werde ich jetzt am eigentlichen Buchtext schreiben und diesen abschnittweise in den Blog kopieren. Da ich die bereits vorhandenen Texte weitgehend übernehme, ergibt sich eine Verdoppelung, wie wenn ich die einzelnen Blogartikel nochmals in den Blog stellen würde. Ich sehe darin kein grosses Problem, weil ich die einzelnen Abschnitte ja in der Buchtextreihenfolge verlinke und durch ein Inhaltsverzeichnis einen Überblick schaffe.

Wer jetzt mit dem Lesen beginnt, respektive wer die neue Version lesen will, braucht sich um die alten Texte einfach nicht zu kümmern. Ich mache einen Re-Start, vielleicht nicht das letzte Mal.

zum neuen Buchtext, Vorwort


last update zweite Fassung: 10.10.2016


Erste Fassung

Dieses Blog-Vorwort gehört also nicht zum gemeinten Buch, sondern betrifft das Blog-Experiment. Das eigentliche Vorwort mag dann Aspekte dieser Erwägungen enthalten, aber vorderhand entwickle ich den eigentlichen Buchtext, wie ich ihn jetzt erkenne.

Dieser Blog ist ein kleines Experiment ohne Hypothesen – ich versuche den Blog als Textsystem zu verwenden, um ein Buch zu schreiben, wobei ich (aktuell) noch keine Ahnung habe, wie das gehen soll. Die generelle Idee ist, dass geneigte Leser nicht erst das fertige Buch, sondern dessen Entstehung sehen könn(t)en – und was noch wichtiger ist, dass sie Einfluss nehmen könn(t)en – auch dazu weiss ich jetzt noch nicht, wie das im Blog aussehen soll. Mal sehen, ob das etwas werden kann …

Zum Inhalt des Buches habe ich schon eine Ahnung, aber natürlich geht es um eine allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Schreiben. Das Thema ist nicht die Schriftsprache, sondern Schrift und Sprache als Handlungszusammenhänge einer produktiven Aneignung.

Ich habe aktuell keinen Plot und weiss deshalb nicht, wie sich die Darstellung entwickelt, es könnte chaotisch werden. Und vor allem weiss ich auch nicht, wie allfällige Textumstellungen in der vorliegenden Produktion sich auswirken – es ist für mich ein Experiment, das seinen Sinn in einer Öffentlichkeit hat. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich solcher Sinn einstellen würde. Ich ahne allerdings vor allem Komplikationen, weil ich auch thematisches Neuland betrete und dabei sehr subjektorientierte Theorien im Kopf habe. Ich kann mir aber vorstellen, dass das Thema in verschiedenen Blogs parallel bearbeitet wird. Im Dialog suche ich Vielfalt nicht monologische Wirklichkeit.

Ich weiss also nicht, wie das Ganze je aussehen soll, aber in Bezug auf die Form der Formulierung habe ich auch Vorstellungen, die ich als Dialogregeln bezeichne. Ich schreibe in „ich“-Form und lese – als Leser – wie es jeder Leser tun kann, das ich als „ich“, also nicht als Referenz auf einen Autor, der über sich spricht. Wenn ich als Leser das ich ernst nehme, erwäge ich, welche Aussagen ich mache und welche ich nicht mache, weil ich lieber andere Formulierungen verwende, was ich dann – vielleicht in einem anderen Blog ? – auch wirklich mache.

Ich habe auch noch keine Vorstellung davon, wie diese Entstehungsgeschichte mitverfolgt werden könnte, weil ich sicher dann und wann bereits Geschriebenes umschreibe. Die Kapitel – sofern es welche geben wird – werden in der Reihenfolge sicher durch Links aufgehoben. Ich bezeichne das als Hyperbuch, ohne dazu klare Vorstellungen zu haben.

Ich versuche anhand einer Protokollierung etwas Geschichte zu schreiben. Vielleicht kommen ja auch Ideen von anderen Menschen, auch dazu, wie Kommentare zu verwalten wären. Schliesslich kann ich mir auch vorstellen, dass andere Autoren sich am Blog beteiligen, auch wenn ich auch dazu noch keine Vorstellungen habe.

Alle Leser sind herzlich eingeladen auf jede erdenkliche Weise zu kollaborieren, nicht nur in Bezug auf den Inhalt (oder die Inhalte), sondern auch in Bezug auf die Form und die Darstellung (oder die Formen und die Darstellungen)

Um eine minimale Übersicht zu halten, werde ich die einzelnen Seiten mit dem Update-Datum versehen, ich weiss nicht, ob das irgendwas helfen wird.

zur ersten Fassung des Buches


last update: 12.2.2015 / 13.2.2015 / 14.2.2015 / 11.4.2015 /
26.6.2016 /

Advertisements

8 Antworten zu “Über diesen Blog

  1. es heisst das blog (nur zu deiner information, kannst du gerne löschen)

    Gefällt mir

    • ich lösche keine Kommentare, wenn ich nicht darum gebeten werde !

      Die Wikipedia schreibt am Anfang des Beitrages: „Der oder das Blog …“
      Ich meine nicht, dass die Wikipedia irgendwie relevant sei, ich meine nur, dass ich mit dieser Wortwahl nicht alleine bin – was sie auch nicht richtig oder falsch macht.

      Ich danke Dir für den Hinweis. In meinem Sprachgefühl steht Blog für ein Log-Buch und deshalb müsste ich von DAS Blog sprechen. Aber was heisst das nun konkret?

      Gefällt mir

  2. Zu den prägenden Konstituenten vorherrschender Individualsprachen gehört es, sich scheinbar an Nebensächlichkeiten aufzuhängen (der/das Blog). Das ist ist der Grund, warum Kommunikation im Netz meist scheitert.

    Interessantes Projekt, versuche dran zu bleiben …

    Gefällt mir

  3. Lieber Rolf
    Wie ich so las : „Ich benutze auch heute noch Bleistifte zum Schreiben, aber ich stelle auch Texte im Internet her, die ich manchmal sogar zu Büchern mache.“
    Hat sich das angefühlt wie ganz bedacht cm für cm eine Rutschbahn hinaufzuklettern, jeder Bewegung voll gewahr, alles Errungene gefühlt, getastet und erkannt und aneinandergereiht. Und dann kam „Bücher mache“
    Und schwupps war ich unten und wusste gar nicht, wieviel Weg dazwischen lag. Dann beim Weiterlesen habe ich die Erklärungen, die das phänomen technisch, vielleicht sogar bürokratisch herleiten. Doch der Rutsch an und für sich ist geblieben, fast als hätte der Text ein Lehen aus einer anderen Emergenz genommen. Es schöns tägli

    Gefällt mir

    • ja, liebe Marlen, ich schreibe über herstellende Tätigkeiten und wie diese der technologischen Entwicklung unterliegen. Ob es Emergenz ist, dass Du mir hier schreiben kannst, weiss ich nicht:
      „Das Textherstellen ist eine Tätigkeit, die ich wie keine andere Tätigkeit sonst auf den verschiedenen Stufen ihrer technologischen Entwicklung selbst ausübe und deshalb in einem spezifischen Sinn erkenne. Ich benutze auch heute noch Bleistifte zum Schreiben, aber ich stelle auch Texte im Internet her, die ich manchmal sogar zu Büchern mache.“

      Es hat ja auch nichts mit Büchern zu tun, dass Du hier lesen kannst, was ich so schreibe. Ich finde wunderbar, dass Du hier schreibst und mache mir Gedanken dazu, wie das technisch möglich ist. Ich weiss sehr gut, dass Du nicht deshalb schreibst, weil es technisch möglich ist.
      Aber hat Emergenz nicht immer materiele Grundlagen?

      Gefällt mir

  4. Lieber Rolf
    Hat Emergenz nicht (immer) materielle Grundlagen, fragst Du.
    Wo in deinem Text ist ein Buch enthalten? Frag ich.

    Gefällt 1 Person

  5. hmmm .. liebe Marlen, mein Text hier – wie jeder Text und auch Dein Text hier – hat materielle Grundlagen, das Buch ist nur ein ganz spezieller Fall, der sich evolutionär eingebürgert hat und jetzt als rezente Variante neben dem Internet weiter „lebt“. Wenn ich schreibe, verwende ich Technik, beispielsweise einen Bleistift. Die Emergenz liegt darin, dass das Geschriebene nicht von der jeweiligen Technik abhängig ist. Mir geht es nicht um Bücher, mir geht es ums Schreiben – weil ich schreibe. Und weil Du hier auch geschrieben hast 🙂

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s