am Rande ..

Hier mache ich gelegentliche Randbemerkung
–   zum Buch


upside down:

24. 2.2018  Digitalisierung ist ein Schlagwort geworden, das beliebig viele Deutungen hat, aber als Kampfbegriff hauptsächlich Technikfolgenabschätzungen im Bereich der elektronischen Datenverarbeitung bezeichnet.
Normalerweise wird der Ausdruck diffus für elektronische Speichermedien verwendet, sozusagen für „modernes komplexes Zeugs“, das niemand richtig ein- oder abschätzen kann. In konkreteren Zusammenhängen, etwa bei D. Baecker wird damit eine Kulturtechnikstufen bezeichnet, die auf die Superepochen Sprache – Schrift – Buchdruck folgen soll. Darin zeigt sich vor allem, dass diese vermeintlichen Superepochen einem primitiven Denken geschuldet sind, das seine naiven Kategorien in keiner Weise reflektiert.
Ich werde das hier unter dem Stichwort Digitalisierung nachholen

10. 6.2015  In den 4 Monaten, in denen ich nun schon in diesem Blog schreibe, habe ich in meinem Hyperlexikon 268 Begriffe, 67 Personen und 35 Literaturangaben  nachgeführt – wobei  der Zusammenhang nicht immer unmittelbar war, aber doch vermittelt.

14. 4.2015 Kugelschreiber erzeugt automatisch digitale Kopien

9. 4.2015 LERNFORSCHER MATTHIAS DELIANO
Mehr mit der Hand schreiben!

Weil das von Hand schreiben stirbt, wird seine Nachruf-Qualität entdeckt.

29. 3.2015 Schreiben wird unter funktionalen Gesichtspunkten nich als Handwerk gesehen, weil Handwerk – wie diffus auch immer verstanden – auf Berufsbilder bezogen wird, die durch das Zunftwesen etabliert wurden. Zur Zeit der Zünfte gab es kein Handwerk, weil es nicht anderes gab. Das Wort Handwerk wurde für die primitivste Handarbeit, etwa für das Rammen vervwendet. Die Zünfte repräsentierten Gewerbeder Tätigkeiten im Unterschied zur primären Produktion der Landwirtschaft „materialverarbeitend“ waren, wobei „verarbeiten“ in einem gewerblichen Sinn für „marktgerecht machen“ verwendet wurde.
Typische Zunftbereiche sind etwa: Schuster, Fischer, Schlachter, Tuchmacher, Weber, Maler, Müller, Maurer, Zimmerer, Dachdecker, Schneider, Bäcker, Sattler, Schmiede, Kürschner, Gerber usw. Diese Auflistung bezieht ihre Logik aus den Verhältnissen der Marktplätze im 12 und 13 Jdh.
Die technologische Entwicklung, die im 15. Jhd angefangen hat, hat die Manufaktur (was eine Fremdwort für Handwerk ist) zunächst innerhalb der Gewerbe angesiedelt, das Zunftwesen dann aber immer mehr verdrängt. In der betrieblichen Arbeitsteilung der Manufaktur entstanden handwerklichen Berufe, was im wesentlichen unterschiedenen Teilarbeiten bezeichnete.
Typische Handwerke sind – ganz anders als typische Zunftbereiche – etwa Drechsler, Schlosser, Vergolder die in einer Kutschenmanufaktur arbeiteten. Durch die Entwicklung der Maschinerie wurde die Handwerke zunehmend in verschiedene Teilarbeiten ausdifferenziert, in der Textik manufaktur etwa Spinner, Weber und Tuchfärber.
Als Berufe werden Berufe erst in der Manufaktur gesehen.

14. 3.2015 Die Funktionsweise einer Chinesischen Schreibmaschine zeigt, das die chinesische Schrift nicht sinnvoll mechnisiert werden kann.

6. 3.2015 In seinem Vortrag Beziehung Lehrer – Schüler erzählt Jesper Juul, wie er das Verhältnis Lehrer – Schüler sieht. Er spricht von einer Beziehung und erläutert dann Probleme und Lösungen – aber er charakterisiert diese Beziehung mit keinem Wort. Ich bezeichne diese Art des Denkens als „Human relation“-Ansatz. Human Relation ist eine gängige Industrie-Psychologie, die Industrie voraussetzt und sich dann mit der Anpassung der Lohnarbeiter befasst. Die dabei vorausgesetzte Industrie hat davor Taylor genau beschrieben.
Ich unterscheide gemeinschaftliche und gesellschaftliche Beziehungen. Lehrer-Schüler ist eine gesellschaftliche Beziehung, also eine Art Vertragsverhältnis, das das Menschsein aufgehoben hat.
Lehrer dienen dem Staat, der sie bezahlt, nicht den Schülern. Schüler müssen in die Schule, wo sie vernünftigerweise das für sie beste daraus machen. Ich habe das im Vorwort als Grund für mein Unbehagen beschrieben.

23. 2.2015 Prüfungen sauber getippt statt schludrig geschrieben
Heute steht im TagesAnzeiger ziemlich deutlich, dass Hochschulabsoventen nicht mehr (oder nur schludrig) „von Hand“ schreiben können.

Kürzlich habe ich gelesen, dass in der Volksschule die Handschrift nicht mehr bewertet werden soll.

Das Handwerk „Schreiben“ scheint nicht mehr hoch im Kurs zu sein.

24. 2.2015


last update 23. 2.2015

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